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View Full Version : 7,62 Tokarew



Micha72
29.10.2002, 19:06
Hallo..
neben einigen "normalen" delab. Patronen ( 7,62x25 ) habe ich auch eine Patrone, die eine Gürtelhülse besitzt, im Bild die rechts liegende. Wer weiß näheres darüber???
( für welche Waffe, etc., da ich ein Experiment vermute )
Sie ist russ. Fertigung.
Gruß, Micha

muma
29.10.2002, 21:52
Bei solch "unscheinbarem" Guertel und dem verkuerzten Hals liegt eher eine Unregelmaessigkeit in der Fabrikation vor. Mach mal ein Foto vom Huelsenboden (aber deutslich heller als der des Bodens des 7,92-8Lebel Geschosses, bitte), damit ich mal meine russ.Freunde fragen kann. Experimente haben die Russen aber im Bereich Tokarev nur hinsichtlich Geschosskunstruktionen gemacht. Guertelhuelsen bei Pistolen-Masch.pistolenpatronen wuerden auch keinen Sinn ergebn, ausser Mehrarbeit fuers Lagerschneiden und die Maschinenlehren+Werkzeuge. Der einzigste der damit mal spielte, war BSA und Eley. Aber das war 40 Jahre frueher, und wurde schnell wieder aufgegeben.
Muma

Micha72
31.10.2002, 18:02
helleres Bild geht nicht...falls es um Stempel geht- sie hat keine. ist aber (scheinbar) normal verschossen worden.
Gruss, Micha

megatron
01.11.2002, 09:19
Verschossen?
Das ist dann etwas Anderes. Der Teil drer jetzt als etwas "guertelaehnliches" zu sehen ist ist lediglich der der bei der Zuendung der Patrone nicht im Patronenlager war. Durch den Gasdruck und das fehlende Gegenlager ist die Huelse dann aufgeweitet worden.
Zumindest ist es so wahrscheinlich er als das die Huelse einen Guertel hat.

Micha72
01.11.2002, 20:53
Klingt einleuchtend, aber im inneren wurde kein Material verdrängt, und die Waffe müßte dann auch einen Masseverschluß haben.
Das Material ist so dick das es nicht verdrängt sein kann.
Ich habe die Fertigung im Metallwerk Elisenhütte Nassau GmbH gesehen....
Gruß Micha

megatron
02.11.2002, 10:01
Was hat die Fertigung bei MEN damit zu tuen?
Die PPSh 41 und 43 hatten dann uebrigens auch einen Masseverschluss.
Wenn der Schlagbolzenabdruck laenglich ist anstatt rund dann ist diese Patrone aus einer der genannten Waffen verschossen worden.
Zur Verformbarkeit von Huelsen unter Gasdruck:
Habe schon Huelsen gesehen deren Gasdruck so hoch war das das Huelsenmaterial schon in den Auszieherschlitz im Stossboden der Waffe geflossen ist und das kein Bodenstempel mehr lesbar war.
Genaugenommen sind Messinghuelsen bei den herrschenden Gasdruecken in Patronenlagern "butterweich".
Dort sind dann auch solche Guertelbildungen nicht ungewoehnlich.
Da Huelsenwandungen zum Boden hin dicker werden kann es durch aus sein das das verdraengte Material jetzt die Huelse innen im Bodenbereich nicht mehr enger werden laesst wie es eigentlich sein sollte sondern einen kleinen Teil hat der nun eher "zylindrisch" ist und sich nicht wie ueblich verengt. (klingt eventuell unverstaendlich - kann es aber irgendwie nicht anders beschreiben)
Um die betreffende Huelse genau zu bestimmen muesste man diese und eine unverschossene mal schneiden.