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View Full Version : Nagant



P38
01.12.2002, 22:28
-2q Auf der Sammlerbörse in Kassel wurde Munition 7,62x54R Mosin-Nagant verkauft. Verkupferte Stahlhülse, Hülsenmund rot abgedichtet,Ringfuge rot, Geschossspitze 5mm silberfarben lackiert. Bodenstempel 188 76.
Laut Aussage des Ausstellers soll es sich um eine Präzisionspatrone mit normalen Weichkerngeschoss handeln.
Wer kann mir genaueres darüber sagen??-2q
Danke und tschüss!!!

racefiets
02.12.2002, 10:42
188 ist Novosibirsk, USSR und silverlakiert ist LPS geschoss (stahlkern von nach 1956) Ich habe keine information uber Ich habe keine information uber rote hulsenmund.
Ringfuge und hulsenmund farbe ist nicht normal, ach nicht bei fabrik 188. (habe selbst 188 61 mit silberfarbe)

T34
02.12.2002, 11:23
Hallo,

in den 70ziger Jahren ging die Sowjetunion dazu über die Handfeuerwaffenmunition mit roter Lackabdichtung herzustellen. Also rote Ringfuge und roter Hülsenmund sind nichts Besonderes - die einzelnen Geschosstypen wurden weiterhin durch farbige Geschoßspitzen markiert.
Silberne Geschoßspitze - WEICHEISENKERN-Geschoss zur Einsparung von Blei für den Geschosskern - russische Bezeichnung "LPS - legkoy puley stal".
Als Matchmunition kann man die nicht gerade bezeichnen, obwohl sie bestimmt recht gute Streukreise bringt.
Für das Dragunov Scharfschützengewehr wurden normalerweise Patronen mit gelber Geschoßspitze verwendet - Geschoß mit Bleikern. Auch so in den 70ziger Jahren ist diese Markierung dann weggefallen, da diese Patrone seit Ende des 2. WK fast nicht mehr hergestellt wurde. Dadurch erübrigte sich dann die Geschossmarkierung für die "Scharfschützenmunition" und diese Geschosse blieben ungefärbt.

Gruss T34

P38
02.12.2002, 12:49
Ist ja irre, wie schnell man hier gute Antworten auf eine Frage bekommt. Vielen Dank!-1q