View Full Version : Geschwartzte 7,9 ?
Das Geschoss dieser 7,9 x 57 würde geschwarzt, was für ein Geschoss ist es ?
Keine Farbering rundum das Zündhutchen mehr vorhanden.
Geschoss ist 32,35 mm lang, sie wiegt rund die 10 gramm.
megatron
06.07.2002, 12:16
hallo zünder... ist eine tschechische fertigung... meine meinung dazu ist, das das schwarze lediglich oxidation ist. aber rigby ist da mein geschätzter experte...
Danke für dein Vertrauen Megatron.
Schwarze Geschosse bei tschechischen Patronen sind nicht üblich. Schwarz waren
1: S.Pr.-Geschosse im 1.WK bei deutscher Munition, wurde 1940 durch die Patrone PmK abgelöst, Geschoß müßte einen Lötpunkt unterhalb der Crimprille haben.
Nach der Besetzung wurde in der Tschechoslovakei Patronen mit tschechischen und deutschen Komponenten laboriert, es wären also deutsche Geschosse und tschechische hülsen möglich. Im Buch "Beutepatronen und Patronen für Beutewaffen in der deutschen Wehrmacht 1939 bis 1945" ist leider keine Patrone mit schwarzem Geschoss vermerkt.
2: SmK-H Geschosse waren kurzzeitig auch geschwärzt ca.1935 - 1938, aber nur von Polte. Es wäre wiederum möglich das Polte Geschosse an die bestzten Gebiete geliefert hat, aber darüber ist mir leider nichts bekannt.
Also vermute ich auch oxydation.
Tja, ob es oxidation ist ?
Es sieht meiner Meinung nicht so aus, es sieht aus wie Farbe und gleicht sich die S.m.K. L'Spur farbung.
Was ist vor ein Buch wovon du da redest, Rigby ?
Sind da nur klein-kaliberpatronen drin ?
Also wenn geschwärzte Geschosse, dann komplett geschwärzt, teilweise geschwärzte Geschosse hat es mal als Fälschung gegeben, waren aber auf 1.WK Hülsen und sollten S.Pr-Geschosse darstellen, die sind nämlich relativ selten und teuer.
In dem Buch sind alle Handfeuerwaffenpatronen der Wehrmacht die aus Beutewaffen verfeuert werden konnte und Beutemunition enthalten, also alles für Pistole, MP, Gewehr und MG.
Dann wird es wohl oxidation sein.
Hast du ein ISBN nummer von das Buch ?
Hallo Zünder,
also ich würde auch sagen dass es sich bei deinem Geschoss um Oxidation handelt. Das geschwärzte Geschoss der SmK H kommt durch die Geschossform, Länge und Gewicht nicht in Frage. Die SmK H hatte auch kein Boattail so wie dein Geschoss, war nur ca 28,2mm lang und hatte ca 12,5 Gramm - sieht also von der Geschossform wie ein S-Geschoss aus, nur eben schwerer.
Mir ist aber sonst auch kein geschwärztes Geschoss der Tschechen bekannt.
Gruss T34
Husar1796
24.07.2002, 11:06
Es gibt eine mögliche und logische Erklärung für das geschwärzte Geschoß.Die damalige CSSR unterstand auf wirtschaftlichen Sektor dem Wirtschaftsamt der SS. Viele Waffen-SS Einheiten waren daher mit tschechischen Waffen ausgerüstet. So könnte man auf Seiten der SS-Dienststellen auf den Gedanken gekommen sein, den Befehl, das alles Wehrgut vorrangig an die Wehrmacht zu liefern ist, zu umgehen, indem man Patronen nach tschechischem Muster weiterfertigte(und deutschen Geschoßfarben) und sie somit als Beutpatronen oder Patronen aus Beutematerial zu deklarieren. Somit waren es keine "deutschen" Patronen und unterlagen nicht dem Abgabebefehl. Die SS konnte daher frei über diese Munitionm verfügen und ihre Einheiten damit ausrüsten. Obendrein paßten diese Patronen gut zu den von der SS verwendeten tschechischen Waffen. Wie gesagt, es ist eine logische Theorie, im Moment läßt sie sich zwar noch nicht beweisen, aber als verantwortlicher Offizier hätte ich so gehandelt.
Hallo Husar,
deine Theorie wäre nicht schlecht, wenn es denn eine 7,9er mit geschwärztem Geschoss aus ehemaliger tschechischer Produktion gäbe!
Glaube nicht dass die Kontingentierung auch die Munition betraf. Was die Waffenproduktion anbelangte hast du schon recht - die gesammten tschechischen Maschinenwaffen findet man sehr häufig bei Waffen SS Einheiten die einen Mangel an leichten Maschinenwaffen hatten. Ebenso wurde der Karabiner 98 von dieser Regelung betroffen und so wurde in den tschechischen Rüstungsbetrieben eben auch das ehemalige VZ 24 gebaut, zwar mit geardem Kammerstengel, aber ansonsten ein K 98. Das alles zur schnelleren Auf- und Ausrüstung der neu aufgestellten Einheiten der Waffen SS.
Gruss T34
Husar1796
25.07.2002, 12:56
Also, mit der Aussage "das gab es nicht" sollte man bei deutschen Rüstungsgütern des 2. Weltkrieges sehr vorsichtig sein. Es war alles möglich. Hinsichtlich der Anweisung, daß neu gefertigte Munition mit dem deutschen Bodenstempel vorangig an das Heer zu liefern sei, den Befehl habe ich vor mir liegen!! Außerdem ist es bekannt, daß die SS ein eigenes Wirtschaftimperium aufbauen wollte, und zwar mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Und dazu war die Ex-CSSR besonders geeignet, keine Luftangriffe durch die Allierten usw.
Zuckerbrot und Peitsche, das war auch der Grund, warum das Attentat auf Heydrich verübt wurde, die Tschechen hatten sich mehr oder weniger mit den Okkupanten abgefunden.
Eine weitere Möglichkeit für die Verwendung der Patrone, es gab ja die Militärverbände der eigenständig gewordenen Slowakeit, die auf deutscher Seite mitkämpften. Auf jeden Fall gab es von 1939-1942 eine Weiterproduktion von Handfeuermunition aus vorgefundener CSSR-Materialien und Patronenhalbzeug und Zulieferungen aus dem Reich.
Madbomber31
09.08.2002, 15:05
Hai,
I have only this it's a drawing from the brits in 1945.
Greetings Madbomber31.
Hi Madbomber,
sorry, but did'nt write my posting to Zünder in English. The cartridge Zünder was asking about can't be the SmK H, because of the completly different bullet they used. The SmK H has a very short, like "S" type bullet and the one Zünder has on his round is sS type.
The dicussion endet like that it looks like a sort of corrosion on Zünders bullet, as there is no known other variation matching this bullet.
Greetings T34
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